Diamant

Diamant ist nach wie vor der härteste bekannte Werkstoff. Die Härte nach Knoop ist nahezu doppelt so hoch (70 – 100 Gigapascal) wie beim kubischen Bornitrid (CBN) – dem zweithärtesten Werkstoff. Es lassen sich sehr gute Abtragsergebnisse damit erreichen.

Der Nachteil von Diamant ist die hohe Wärmeleitfähigkeit. Diamant ist temperaturempfindlich, was bedeutet, dass bei höherer Temperatur die Härte nachlässt.

Diamant ist vor allem geeignet für die Bearbeitung von pulvermetallurgischen Stählen, Glas, Kunststoff, Stein und Granit. Für die Bearbeitung von Metallwerkstücken eignet sich Diamant dagegen generell nicht, weil Metall dem Diamanten Kohlenstoff entzieht. Für die Bearbeitung von Stahl ist daher CBN einzusetzen.

CBN

Als zweithärtester Werkstoff besitzt kubisches Bornitrid (CBN) eine Härte nach Knoop von ca. 48 Gigapascal – dies entspricht 48.000 n/mm². Es verschleißt wesentlich langsamer als andere Schneidstoffe, wodurch längere Werkzeugstandzeiten erreicht werden – wie auch höhere Form- und Maßhaltigkeit. Mit CBN ist es möglich, sehr harte Werkstoffe zu bearbeiten.

Die Wärmeleitfähigkeit von CBN-Korn ist im Vergleich zu Diamant zwar niedriger, aber dennoch weit höher als bei Korund oder Siliziumkarbid. Das macht deutlich, dass das Thema Kühlung entsprechend dem Einsatz angemessen berücksichtigt werden muss.

CBN wird überwiegend bei der Bearbeitung von HSS und gehärteten Stählen ab 58 HRC eingesetzt.

Diamant als auch CBN können sowohl in keramischer, Kunstharz-, galvanischer Bindung oder metallgebunden für Schleifscheiben verarbeitet werden.